Regiearbeiten 2016/17

Juli 2017

Minna von Barnhelm

Sommerspiele Perchtoldsdorf

http://www.sommerspiele-perchtoldsdorf.at

Pressestimmen:

Regisseurin Veronika Glatzner bringt Poesie, Komik und verborgene Momente in Lessings 250 Jahre altem Stück zum Vorschein. Ein Triumph.

Wie führt man heute ein exakt 250 Jahre altes Stück auf, ohne dass es verstaubt und antiquiert wirkt, aber auch, ohne es durch aufgesetzte Modernisierungsmaßnahmen zu verhunzen? Veronika Glatzner zeigt gerade bei den Sommerspielen Perchtoldsdorf, wie es gehen kann: Ihre präzise Inszenierung von Lessings „Minna von Barnhelm“ wirkt wahrhaftig, ohne sich an eine Zeit oder einen Ort zu heften, sie macht die Geschehnisse einmal sanft, einmal energisch fühlbar und ist lustig, aber nie lächerlich. Das ist auch durchwegs überzeugenden Darstellern zu verdanken: Sie bringen Lessings Zeilen zum Klingen und finden die Komik darin, ohne klamaukig werden zu müssen. (DiePresse)

„Minna von Barnhelm“ in Perchtoldsdorf: Poesie und Botschaft

Mit Lessings klassischer Komödie „Minna von Barnhelm“ hat Veronika Glatzner bei den Sommerspielen Perchtoldsdorf eine formidable Inszenierung vorgelegt. Die Premiere am Mittwochabend bot Leichtigkeit, Poesie, feinen Humor, differenzierte Zwischentöne und klare Botschaften – ein erfrischendes Glanzlicht im Theaterfest Niederösterreich.“ (APA/Salzburger Nachrichten)

„Minna von Barnhelm“: Ehehygienischer Crashkurs für einen Versehrten 

Regisseurin Veronika Glatzner – sie übernahm die Inszenierung vom Perchtoldsdorfer Intendanten Michael Sturminger – hat eine Reihe vorzüglicher Entscheidungen getroffen. Sie hat für Heimkehrer und Nachkriegsgewinnler eine Arche gebaut und diese als billige Absteige verkleidet. In der stürzen Männer wie Frauen treppauf, treppab. Die Figuren begegnen einander notgedrungen. Sie ziehen einander das Geld aus der Tasche und die Verlobungsringe vom Finger. Lessing erscheint plötzlich als Chronist sozialökonomischer Kämpfe aufs Messer. (Der Standard)

 

September 2016

K.s Frauen frei nach Franz Kafka

Produktion des Vereins TEMPORA – Verein für vorübergehende Kunst

https://ks-frauen.tumblr.com

Pressestimmen:

„Veronika Glatzner erste Regiearbeit ist ein furioser Tanz auf dem kafkaesk brodelnden Vulkan.“ (Martin Pesl, Falter)

„Begehren steckt in jeder Regung, und was Worte nicht ausdrücken, zeigt die expressive Gestik: Da wird gefaucht und gestöhnt, gehechelt und gelacht. Herr K., der angeklagt wird, aber nicht weiß, weswegen, windet sich am Stuhl. Bisweilen droht das beeindruckend intensive Spiel der Darstellerinnen in unfreiwillige Komik abzudriften, doch stets fängt es sich wieder und geht auf in einem Kanon aus wilden Gesten und Geräuschen. Berauschend.“ (Die Presse, Katrin Nussmayr)