Der 2014 von Veronika Glatzner gegründete Verein TEMPORA – Verein für vorübergehende Kunst hat es sich zum Ziel gemacht, Orte, die temporär leer stehen und/oder zur Zwischennutzung freigegeben werden, mit künstlerischen Interventionen des Bereichs Theater und Tanztheater, kulturell zu beleben.

Zielpublikum ist einerseits ein theateraffines Publikum, das durch die Interventionen an Orte abseits der institutionalisierten Theaterräume gelockt wird, andererseits besteht die Hoffnung, neue Publikumsschichten mit den kulturellen Impulsen zu erreichen: die Bewohner des jeweiligen Stadtteils.
Besonderes Augenmerk bei der Suche nach Aufführungsorten legt der Verein TEMPORA auf wenig erschlossene oder gar strukturschwache Stadtteile und Grätzl, in denen sich eine Vielzahl von leerstehenden Lokalen/Räumen befinden.

Mit den Interventionen will der Verein TEMPORA auf einen gesellschaftlichen Wandel aufmerksam machen, der das zeitgenössische Stadtbild verändert hat: Die Dienstleistungsgesellschaft verdrängt althergebrachte Klein- und Familienbetriebe. In gentrifizierten Stadtteilen, werden die ehemaligen Geschäftslokale von Kreativen und Start-Ups erobert und machen neue Lebens-und Arbeitsräume sichtbar, in weniger begehrten Bezirken bleiben die Leerstände unbelebt, die Bewohner von kulturellen Entwicklungen ausgeschlossen. TEMPORA reagiert mit seinen künstlerischen Interventionen auf diesen städtischen Wandel.

 

Bisherige Produktionen

 

2014

on Dis Play – Theatrale Formen von Transparenz

 

2016

K.s FRAUEN – Ein Theaterabend nach „Der Prozess“ von Franz Kafka

 

2018

HABENICHTSE! oder: Die bessere Welt des Tauschens, Teilens, Nicht-Besitzens?

 

 

Weitere Informationen unter: http://verein-tempora.org